Die 7 häufigsten Fragen zur LED-Umrüstung (L80B10, UGR & ROI)

Die Umrüstung einer kompletten Gewerbe- oder Industriebeleuchtung ist eine komplexe Entscheidung. Hier beantworten wir die Fragen, die uns am häufigsten von Planern, Einkäufern und Bauleitern gestellt werden.


Q1: Was ist der wichtigste Wert, auf den ich achten muss, um die Qualität zu messen?

A: Der wichtigste Wert ist die Systemeffizienz, gemessen in Lumen pro Watt (lm/W). Je höher, desto besser. Ein Wert von 160 lm/W oder mehr zeigt, dass die Leuchte modern und hocheffizient ist und somit die Energiekosten massiv senkt. Der zweitwichtigste Wert ist der L80B10-Wert, der die garantierte Langlebigkeit der Lichtleistung angibt.

Q2: Wie lange beträgt die typische Amortisationszeit (ROI) für eine LED-Umrüstung?

A: Die Amortisationszeit ist abhängig von der Betriebszeit pro Tag und dem aktuellen Strompreis. Bei einer durchschnittlichen Industriehalle (ca. 4.000 Betriebsstunden pro Jahr) liegt der ROI typischerweise zwischen 1,5 und 3 Jahren. Durch die Nutzung von Fördermitteln (wie BAFA oder KfW) kann der ROI auf unter 2 Jahre verkürzt werden.

Q3: Was bedeutet L80B10 und warum ist es wichtiger als die Nenn-Lebensdauer (z.B. 50.000h)?

A: L80B10 ist eine Qualitätsgarantie. Es bedeutet, dass nach der angegebenen Betriebsdauer (z.B. 50.000 Stunden) maximal 10% der Leuchten auf eine Helligkeit von unter 80% des Ausgangswertes abgefallen sind. Es ist wichtig, weil es nicht nur den Ausfall, sondern den Lichtstromerhalt garantiert. Eine Nenn-Lebensdauer ohne L/B-Angabe sagt nichts über die tatsächliche Helligkeit aus.

Q4: Müssen wir bei LEDs noch auf den UGR-Wert achten?

A: Ja, unbedingt. Der UGR-Wert (Unified Glare Rating) ist gesetzlich vorgeschrieben (DIN EN 12464-1). An Bildschirmarbeitsplätzen und in sensiblen Fertigungsbereichen muss der Wert unter 19 (UGR < 19) liegen, um Blendung zu vermeiden. Wir berechnen diesen Wert in unserer Lichtplanung präzise für jeden Arbeitsplatz.

Q5: Welchen Einfluss haben Präsenz- und Tageslichtsensoren auf die Einsparung?

A: Enorm. In vielen Bereichen (Gänge in Lagern, Treppenhäuser, Büros mit viel Fensterlicht) sind die Leuchten oft unnötig in Betrieb. Sensoren können die tatsächliche Brenndauer um 30 % bis zu 70 % reduzieren. Dies ist der größte Hebel, um die TCO (Total Cost of Ownership) zu senken.

Q6: Wir haben eine feuchte Umgebung. Welche IP-Klasse ist nötig?

A: Für typische Feuchträume und Industriehallen ist IP65 (staubdicht und strahlwassergeschützt) der Standard. Bei Reinigung mit Hochdruck- oder Dampfstrahlern (z.B. in der Lebensmittelindustrie) benötigen Sie zwingend IP67 oder IP69K. Die Einhaltung der IP-Klasse ist entscheidend für die Langlebigkeit (L80B10) der elektronischen Komponenten (Treiber).

Q7: Was passiert bei einem Garantiefall?

A: Wir bieten eine 5-jährige Systemgarantie auf das gesamte Produkt (LED-Chip und Treiber). Im Falle eines Material- oder Leistungsfehlers übernehmen wir die Lieferung der Ersatzleuchte und stellen so die schnelle Wiederherstellung der Beleuchtungsanlage sicher.


Fazit: Professionelle Lichtplanung gibt Ihnen die Sicherheit, dass alle technischen, ökonomischen und gesetzlichen Fragen im Voraus geklärt sind.

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